Büroflächenrechner · Hamburg

Wie viel Bürofläche
braucht Euer Team?

In 30 Sekunden: Fläche pro Mitarbeitenden, Arbeitsplätze und Miete in Hamburg, gerechnet mit den Planungswerten aus unserer Beratungspraxis. Darunter: Büroformen im Vergleich, eine Tabelle für 10 bis 200 Mitarbeitende und drei echte Projekte.

Rechenbeispiel mit den Voreinstellungen: 50 Mitarbeitende, Open Space, 2 Homeoffice-Tage je Woche, 20 % Wachstumspuffer.

Empfehlung
ca. 576–720 m²
Arbeitsplätze 40
Fläche pro Platz 12–15 m² gif
Meeting, Küche, Verkehrs- und Allgemeinflächen enthalten
Wachstumspuffer +20%
Geschätzte Miete in Hamburg 10.368–20.160 €/Monat nettokalt, je nach Flächenzuschnitt und Stadtteil. Hamburger Durchschnittswerte, 18,00–28,00 €/m².

Flächenbedarf nach Teamgröße

Mietfläche in m² ohne Homeoffice und ohne Wachstumspuffer, gerechnet wie im Rechner oben. Die letzte Spalte zeigt Open Space mit zwei Homeoffice-Tagen pro Woche.

Mitarbeitende Open Space Teambüros Einzelbüros Open Space, 2 Tage Homeoffice
10 120–150 150–180 200 96–120
20 240–300 300–360 400 192–240
30 360–450 450–540 600 288–360
50 600–750 750–900 1.000 480–600
75 900–1.125 1.125–1.350 1.500 720–900
100 1.200–1.500 1.500–1.800 2.000 960–1.200
150 1.800–2.250 2.250–2.700 3.000 1.440–1.800
200 2.400–3.000 3.000–3.600 4.000 1.920–2.400

Mehr zu einzelnen Größen: Büro für 10, 20, 50 und 100+ Mitarbeitende, jeweils mit den Flächen, die gerade frei sind.

Büroformen im Vergleich

Open Space

12 bis 15 m² pro Kopf. Die kompakteste Form, weil Flure und Wände wegfallen. Gut für Teams, die viel miteinander sprechen und schnell umbauen wollen. Ohne Rückzugsräume, Telefonboxen und Akustik wird es laut; diese Flächen gehören von Anfang an in die Planung, sonst entsteht ein Großraum, in dem niemand gern arbeitet.

Teambüros

15 bis 18 m² pro Kopf. Räume für vier bis zwölf Personen, getrennt nach Teams. Ruhiger als der offene Raum, trotzdem kurze Wege im Team. In Hamburger Bestandsgebäuden mit festen Achsen und tragenden Wänden oft die Form, die der Grundriss ohnehin vorgibt.

Einzelbüros

Rund 20 m² pro Kopf. Üblich bei Kanzleien, Beratungen und überall, wo vertrauliche Gespräche zum Alltag gehören. Die teuerste Form pro Kopf, weil jeder Raum seinen Anteil Flur braucht. Desk-Sharing rechnen wir hier nicht ein: Wer ein eigenes Büro hat, teilt es selten.

Kombibüro

Offene Teamzonen plus einzelne Räume für Führung, Telefonate oder konzentrierte Arbeit. Die häufigste Lösung, die wir in Hamburg sehen. Im Rechner am besten mit Teambüros rechnen und die Zahl der Einzelräume im Briefing nennen; sie verschiebt das Ergebnis je nach Anteil spürbar.

Desk-Sharing und Activity Based Working

Niemand hat einen festen Platz, dafür gibt es Zonen für Teamarbeit, Ruhe und Austausch. Spart Arbeitsplätze, kostet aber Fläche für Besprechung und Begegnung. Wie viel sich wirklich sparen lässt, zeigt erst die tatsächliche Anwesenheit im Büro, nicht die Homeoffice-Regel auf dem Papier (siehe das erste Beispiel unten).

Drei Projekte aus unserer Praxis

Softwarefirma · 50 Mitarbeitende 900 m², gebraucht werden rund 500

Teambüros und Open Space, zwei Homeoffice-Tage pro Woche. Angemietet sind 900 m². An drei Tagen der Woche sind höchstens fünf bis acht Leute im Büro, gebraucht würden deshalb nur etwa 500 m². Unsere Empfehlung seitdem: vor der Planung messen, wer wirklich kommt.

Tech-Unternehmen · 150, Ziel 200 Mitarbeitende Rund 2.700 m² für 200 Plätze

Weitgehend Open Space, alles auf einer Ebene, geplant für das Wachstum von 150 auf 200 Mitarbeitende. Das sind rund 13,5 m² je Arbeitsplatz im Zielzustand, mitten in unserem Planungswert für Open Space.

Softwarehaus · 170 Mitarbeitende, Fläche für 250+ Rund 3.500 m² mit Social-Bereich und Dachterrassen

Open Space mit Rückzugsorten, einem großen Social-Bereich mit großer Küche, Bar, DJ-Pult, Tanzfläche und zwei großen Dachterrassen, die in die Mietfläche einfließen. Dazu wächst das Unternehmen sehr schnell, die Fläche ist auf weitere Mitarbeitende ausgelegt. So kommen rund 20 m² pro heutigem Kopf zusammen, deutlich mehr als bei reinem Open Space, aber in 12 Monaten kann das bei dem aktuellen Wachstum schon wieder ganz anders aussehen: Ausgelegt ist die Fläche auf mehr als 250 Arbeitsplätze, damit nicht wie in den vergangenen Jahren nach zwei Jahren der nächste Umzug ansteht. Voll belegt sind das unter 14 m² je Platz, mitten in unserem Planungswert für Open Space. Der Unterschied steckt in Flächen, die keine Arbeitsplätze sind, und im eingeplanten Wachstum.

Was das Gesetz verlangt und was ein gutes Büro braucht

Die Arbeitsstättenregel ASR A1.2 legt Mindestflächen fest: 8 m² für den ersten Arbeitsplatz in einem Büroraum, 6 m² für jeden weiteren, im Großraumbüro 12 bis 15 m² je Arbeitsplatz. Gemeint ist die Grundfläche der Arbeitsräume. Flure, Küche, Besprechungsräume, Empfang und Technik kommen hinzu.

Die Mietfläche im Vertrag wird in Hamburg fast immer nach der Richtlinie der gif berechnet (MF-G) und enthält einen Anteil an Fluren und Foyers, die das ganze Haus nutzt. Darum passen auf 700 m² Mietfläche nicht so viele Plätze, wie die Rechnung mit der ASR ergäbe, und darum liegen unsere Planungswerte höher. Wie gut eine Fläche geschnitten ist, entscheidet am Ende mehr als ihre Größe. Mehr dazu im Glossar unter „Mietfläche nach GIF“ und „Flächeneffizienz“.

Häufige Fragen zur Bürofläche

Wie viel Bürofläche braucht ein Mitarbeitender?

Je nach Raumkonzept 12 bis 15 m² im Open Space, 15 bis 18 m² in Teambüros und rund 20 m² in Einzelbüros. Das sind Mietflächen inklusive Besprechungsräumen, Küche sowie Verkehrs- und Allgemeinflächen, also die Zahl, die im Mietvertrag steht. Gesetzlich vorgeschrieben ist deutlich weniger (siehe Arbeitsstättenregel ASR A1.2).

Wie groß muss ein Büro für 50 Mitarbeitende sein?

Ohne Homeoffice 600 bis 1.000 m², je nach Raumkonzept. Arbeitet das Team an zwei Tagen pro Woche zu Hause, reichen im Open Space 40 Arbeitsplätze, das sind 480 bis 600 m². Ein Wachstumspuffer kommt obendrauf.

Was kostet ein Büro für 20 Mitarbeitende in Hamburg?

Bei 240 bis 400 m² und 18,00 bis 28,00 €/m² nettokalt, der Spanne der Hamburger Stadtteile ohne Spitzenlagen, liegt die Miete bei 4.320 bis 11.200 € im Monat. Dazu kommen Nebenkosten, nach unseren Vertragsdaten üblich 3,80 bis 5,20 €/m². Im Rechner lässt sich der Stadtteil wählen, dann rechnet er mit dem Mittelwert dort.

Was ist Desk-Sharing und wie viel Fläche spart es?

Mehrere Mitarbeitende teilen sich Schreibtische. Wir rechnen bei einem Homeoffice-Tag pro Woche mit 0,9 Plätzen je Person, bei zwei Tagen mit 0,8 und ab drei Tagen mit 0,7. Bei zwei Homeoffice-Tagen braucht ein Team also rund 20 % weniger Arbeitsplätze. Ob die Fläche wirklich sinkt, hängt davon ab, wie viel davon in Besprechungs- und Begegnungsflächen zurückfließt.

Was ist der Unterschied zwischen Mietfläche und Nutzfläche?

In Hamburg wird die Mietfläche fast immer nach der Richtlinie der gif berechnet (MF-G). Sie enthält die exklusiv genutzte Fläche (MF/G-1) und einen Anteil an gemeinschaftlich genutzten Flächen wie Fluren und Foyers (MF/G-2). Nutzbar für Arbeitsplätze ist deshalb weniger, als im Vertrag steht. Wie viel weniger, hängt am Zuschnitt: Eine schlecht geschnittene 800-m²-Fläche bringt oft weniger Menschen unter als 700 m² gut geschnitten.

Welche Mindestfläche schreibt das Gesetz vor?

Die Arbeitsstättenregel ASR A1.2 verlangt für Büroräume mindestens 8 m² für den ersten Arbeitsplatz und 6 m² für jeden weiteren, in Großraumbüros 12 bis 15 m² je Arbeitsplatz. Das betrifft die Grundfläche der Arbeitsräume, nicht die Mietfläche mit Fluren, Küche und Besprechungsräumen. Unsere Planungswerte liegen deshalb höher.

Wie viel Puffer für Wachstum sollte man einplanen?

Der Rechner setzt standardmäßig 20 % an. Wer schneller wächst oder unsicher ist, fährt oft besser mit einer Erweiterungsoption auf Nachbarflächen im Mietvertrag als mit Fläche, die jahrelang leer steht. Das verhandeln wir in der Regel mit.

So rechnen wir

Grundlage sind unsere Planungswerte aus der Hamburger Beratungspraxis, Stand August 2026, gerechnet als Mietfläche nach gif inklusive Besprechungsräumen, Küche sowie Verkehrs- und Allgemeinflächen: Open Space 12 bis 15 m², Teambüros 15 bis 18 m², Einzelbüros ca. 20 m² pro Mitarbeitenden. Homeoffice senkt bei Open Space und Teambüros die Zahl der Arbeitsplätze über die Desk-Sharing-Quote (1 HO-Tag: 0,9 · 2 Tage: 0,8 · 3+ Tage: 0,7); bei Einzelbüros rechnen wir einen Platz pro Person. Der Wachstumspuffer kommt auf den Gesamtwert. Die Miete rechnet ohne Stadtteil mit 18,00 bis 28,00 €/m² nettokalt, den Stadtteil-Durchschnitten in Hamburg, nicht den Spitzenmieten.

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